Interkulturelle Kompetenz / Sprachen

Damit internationale Zusammenarbeit besser klappt.

  • Andere Kulturen verstehen
  • Gesten und Verhalten richtig deuten
  • Interkulturell kompetent und verantwortungsbewusst handeln
  • Von kulturellen Unterschieden profitieren
  • Aus kulturellen Unterschieden lernen

Im internationalen Umfeld gibt es immer wieder Missverständnisse, die durch die unterschiedlichen kulturellen Prägungen einzelner Mitarbeiter entstehen. Dies äußert sich nicht nur in der Sprache, sondern auch in der Art und Weise des Sprechens und in verschiedenen non-verbalen Signalen. Ich coache Menschen, andere Kulturen besser verstehen zu können, sowie Gesten und Verhalten richtig zu deuten.

In nördlichen Ländern wird traditionell eher wenig kommuniziert. Hiermit kommen Menschen aus südlichen Ländern weniger gut zurecht In südlichen Ländern gilt es als Zeichen der Aufmerksamkeit, vom Gesprächspartner unterbrochen zu werden. Jemanden aussprechen zu lassen ist dort ein Zeichen dafür, dass man lieber nichts mit dem Gesprächspartner zu tun haben will.

Beispiel:

Seit einiger Zeit gibt es im Unternehmen zwei neue Kolleginnen, eine kommt aus dem westlichen Südeuropa, die andere aus einem osteuropäischen Land. Mit beiden Mitarbeiterinnen gibt es Schwierigkeiten. Die Südeuropäerin wird als aufdringlich empfunden, die Kollegin aus Osteuropa, die ein wichtiges Projekt leitet, als herrisch.

Meine Lösung:

In einem interkulturellen Workshop gehen wir unterschiedliche kulturelle Prägungen durch. Es stellt sich heraus, dass in südeuropäischen Ländern der Abstand zwischen Gesprächspartnern geringer ist als z. B. in Deutschland. Dieses wird dann als „aufdringlich“ empfunden, bzw. als „zu sehr auf die Pelle rücken“. Die Betrachtung des osteuropäischen Kulturraumes zeigt, dass es dort eine höhere so genannte „Machtdistanz“ gibt. Dies bedeutet, dass Vorgesetzte einen größeren Abstand zu Ihren Mitarbeitenden empfinden und diesen z. B. auch dadurch zum Ausdruck bringen, dass Arbeitsaufträge im Befehlston erteilt werden oder Mitarbeiter ohne erkennbaren Grund vor der Bürotür warten müssen. Als Projektleiterin fühlt sich die Kollegin aus Osteuropa als bedeutende Führungskraft, die sich für ihren Kulturkreis völlig „normal“ verhält.

Im weiteren Verlauf werden weitere Themenbereiche bearbeitet, denn noch gefährlicher ist der non-verbalen Bereich: So ist das, was in vielen Ländern, wie auch in der Tauchersprache, „Ok“ bedeutet in einigen südlichen Ländern eine heftige Beleidigung. Diese interkulturellen Missverständnisse geschehen meist unbewusst.

Im interkulturellen Training geht es darum, die Teilnehmer für diese Unterschiede zu sensibilisieren – auch „Intercultural Intelligence“ genannt. Durch das Bewusstmachen typischer Verhaltensmuster der eigenen Kultur fällt es leichter, andere Verhaltensweisen zu akzeptieren. Jahrelange Erfahrungen mit Teamarbeit im nationalen und internationalen Bereich sowie mehrere Fremdsprachen lassen mich auch andere Nationalitäten sehr gut verstehen.